Swing- u. Boogie-Woogie-Spezialistin

In den 30er u. 40er Jahren entwickelte sich der Swing und wurde überall in Amerika und dann auch in Europa getanzt. Er kämmte die strengen Regeln der Gesellschaft gegen den Strich: In diesem im wahrsten Wortsinn fröhlichen und beschwingten Wirbeltanz konnte jeder so bleiben wie er war. Man brauchte weder schön noch reich noch jung zu sein, um einen Tanzpartner zu finden. Jeder Herr tanzte in jedem Tanz mit einer anderen Dame. "Hochzeitsnacht für 3 Minuten" beschrieb es ein Zeitzeuge.

Zu den Klängen von Big Bands und Blechblasinstrumenten wirbelten die Herren, tief in den Knien stehend und mit vorgeneigtem Oberkörper, ihre Damen herum. Improvisieren war erlaubt, ja geradezu Progamm dieses Tanzes. Man schaute sich während des Tanzens gegenseitig Bewegungen ab und vertanzte sie zeitversetzt. Oder man ließ seinen inneren Impulsen freien Lauf. Heraus kam ein absolut befreiender Tanz nicht nur der Beine, sondern auch der Seele, der heute seinen Revival erlebt.
In den 50er Jahren eroberten dann der Rock`n`Roll und der Boogie-Woogie mit festgelegten Tanzfiguren und vor allem mit atemberaubenden Akrobatikeinlagen die Herzen der Jugend. Boogie-Woogie und Rock'n'Roll sind dem Swing eng verwandt.

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